Laßt uns einmal darüber reden…

… wie es einem gelernten und geprüften Antlitzdiagnostiker ergeht, wenn er von den 11 Mineralstoffen Dr. Schüßlers spricht und ihm dann die Behauptung entgegengehalten wird, „es sind aber doch 12 Mineralstoffe und noch weitere 12 biochemische Ergänzungsmittel.“ Und womöglich kommt dann noch die Behauptung, wie gut diese weiteren Mittel wirken und nur in dieser Form könnte man damit richtig leben und helfen.

Nun, ein Antlitzdiagnostiker kann sehr gut mit nur 11 Mineralsalzen leben, arbeiten und helfen. Warum sind wir uns mit der Antlitzdiagnose nach Kurt Hickethier und der Biochemie nach Dr. Wilhelm Schüßler so sicher gegen all die anderen Behauptungen und der Liste, die man z.B. in den Apotheken bekommt? Ja, gehen Sie in eine Apotheke und fragen Sie nach Informationen über Schüßlersalze. Man wird Ihnen eine Liste oder eine kleine Broschüre geben, darin stehen 12 Mittel nach Dr. Schüßler und die oben zitierten 12 biochemischen Ergänzungsmittel.

Wozu eine solche Vielfalt? Dr. Schüßler sagt selbst in seinem Buch „Eine Abgekürzte Therapie“: „In meinem biochemischen Heilverfahren kommen nur 11 Mittel in Anwendung, und zwar solche, die den im Blute und in den Geweben des menschlichen Organismus enthaltenen unorganischen Stoffen homogen sind.“ Wenn auch sicher heute manches weiter erforscht ist als vor 125 Jahren (1873 Veröffentlichung der Biochemie durch Dr. Schüßler), so hat diese Aussage nach wie vor enorme Bedeutung.

Und 12 Mineralstoffe? Dr. Schüßler selbst schreibt in der „Abgekürzten Therapie“ bei der Beschreibung der biochemischen Mittel, warum Calcium sulfuricum (schwefelsaurer Kalk = Gips) kein biochemisches Mittel ist: „Hauptsächlich in der Form des Eiweißes gelangt der Schwefel in den Tierkörper und geht dort aus der Spaltung und Oxydation des Eiweißes zum größten Teil wiederum in der höchsten Oxydationsstufe als Schwefelsäure hervor. In dieser Form an Alkalien gebunden verläßt es den Tierkörper, um den Kreislauf aufs Neue zu beginnen“.

An „ALKALIEN“, das ist an Kalium und Natrium, also nicht an Erden: Calcium und Magnesium, ist die Schwefelsäure im Organismus gebunden. Dr. Schüßler sagt weiter: „Da schwefelsaurer Kalk sich an Alkalien bindet und daher nicht in die konstante Zusammensetzung des Organismus eingeht, so muß er von der biochemischen Bildfläche verschwinden. Statt seiner kommt Natrium phosphoricum resp. Silicea in Betracht.“

Es gibt aber einen noch viel einfacheren logischen Beweis, daß es nur 11 Stoffe sind. Die Mineralstoffe sind in alphabetischer Reihenfolge von 1 bis 11 aufgelistet, und plötzlich, siehe da, taucht nach dem Buchstaben „S“ (Silicea: Nr. 11) an letzter Stelle noch einmal der Buchstabe „C“ auf (Calcium sulfuricum). Das widerspricht völlig der systematischen Reihenfolge und ergibt keinen Sinn. Das beweist, daß man nach Dr. Schüßlers Tod versucht hat, etwas hinzuzufügen bzw. zu erweitern, und somit hat man seine Lehre verwässert!

Noch einmal die Frage: Wozu dieses? Hickethier, der die Antlitzdiagnose begründete, der sich wie kaum ein anderer mit der Biochemie Dr. Schüßlers auseinandersetzte und viele Jahre damit arbeitete und beachtlichen Erfolg hatte, fand auch nur für 11 Mineralsalze die richtigen antlitzdiagnostischen Anzeichen, obwohl bereits zum damaligen Zeitpunkt (1923) ein Dr. Schöpwinkel weitere 5 Ergänzungsmittel angewendet hat. Was wollen wir noch mehr?

Selbst die Empfehlung von Dr. Schüßler, „einfach natürlich zu leben“, wird heute als Diät empfunden. Ein normales, ausgeglichenes, vernünftiges Leben wird als etwas Besonderes empfunden – als Diät!

Auch Hickethier rät uns, so zu leben, so zu sein, einfach, natürlich und versuchen all die Mängel auszugleichen. „Lest es vom Gesicht ab!“ ruft er uns zu.

Laßt es uns klar und deutlich aussprechen: Wir leben gut mit der natürlichen, risikolosen Gesundheitsvorsorge: der Antlitzdiagnose nach Hickethier und der Biochemie nach Dr. Schüßler und brauchen nicht das 12. Mineralsalz und ebenso nicht die biochemischen Ergänzungsmittel.

Jetzt, am Ende dieses Jahrhunderts, wäre der richtige Zeitpunkt nur Gutes, Einfaches und Bewährtes in das neue Jahrhundert bzw. Jahrtausend mitzunehmen. Fangen wir doch endlich damit an!

Luzie Piringer

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