Wirkungsweise der einzelnen Schüßler-Salze – Kurzbeschreibung

von Friedrich Depke

Nachstehend finden Sie eine kurze Auflistung über die Wirkungsweise der Biochemie und welche Symptome bei Mangelzuständen auftreten können. Diese Anleitung darf keinesfalls die Behandlung eines erfahrenen Therapeuten ersetzen! Wenn Sie sich weitergehend mit der biochemischen Heilweise beschäftigen möchten, ist das Lehrbuch der Biochemie von Kurt Hickethier empfehlenswert.

Nr. 1 Calcium fluoratum erhält die Elastizität in den Muskeln, Bändern, Geweben und Gefäßen, außerdem härtet es den Zahnschmelz und ist für die Bildung von Hornhaut verantwortlich.

Bei Mangel: Krampfadern, Hämorrhoiden, Divertikel, Bänderdehnung, Organverlagerungen (z.B. Blasensenkung), Karies, übermäßige Hornhautwucherungen (z.B. Schwielen, Hühneraugen), rauhe, trockene Haut, rissige Haut (z.B. bei Neurodermitis), Bindegewebsschwäche.

Nr. 2 Calcium phosphoricum ist für die Eiweißsynthese erforderlich. Damit sind verbunden Blutbildung (Bildung der roten und weißen Blutkörper, der Blutplättchen und des Hämoglobins), jegliche Zellneubildung, Knochenaufbau, Antikörperbildung, Lezithinbildung. Außerdem stärkt Calcium phosphoricum den Parasympathikus, was sich beruhigend auswirkt und das „Loslassen“ ermöglicht.

Bei Mangel: Anämie, Hämoglobinmangel, Osteoporose, Zahnverfall, Immunstörungen (z.B. Pollenallergie, Neurodermitis), Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck, Krämpfe der Skelettmuskulatur (z.B. Wadenmuskelkrampf, Tetanie,), Hexenschuß, Kopfschmerzen, Migräne, innere Unruhe, Hyperaktivität, Schlafstörungen, Depressionen, Angstzustände, Ohnmachtsanfälle.

Nr. 3 Ferrum phosphoricum bildet Hämoglobin, was für den Sauerstofftransport im Blut von besonderer Bedeutung ist. Es versorgt jede Zelle mit dem nötigen Sauerstoff und ist das Mittel, welches das unspezifische Immunsystem reguliert. Gleichzeitig wirkt es hemmend auf alle akut entzündlichen Prozesse. Vorbeugend gegen Erkältungen! Reguliert den Blutzuckerspiegel. Außerdem ist es das Mittel der ersten Hilfe bei Verletzungen (wirkt blutungs- und schmerzstillend). Es wirkt speziell auf die Ringmuskaltur zusammenziehend.

Bei Mangel: Fieber, akute entzündliche Prozesse, Schmerzmittel bei klopfenden, pochenden Schmerzen (= akute Entzündungen), Muskelkater, Hypoglykämie (Unterzuckerung), Durchfall.

Nr. 4 Kalium chloratum reguliert die Ausscheidung von Giften über das Lymph- und Drüsensystem sowie über Leber und Nieren. Reguliert das spezifische Immunsystem. Bildet Hormone.

Bei Mangel: Allergien (z.B. Pollenallergie, Neurodermitis), Autoimmunerkrankungen (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, rheumatoide Arthritis), Drüsen- und Lymphknotenschwellungen, Psoriasis, Blutverdickung (z.B. Durchblutungsstörungen, Thrombosen, Embolie), Arteriosklerose, chronische Entzündungen, Störungen des hormonellen Regelkreislaufs (Diabetes, Schilddrüsenfunktionsstörungen).

Nr. 5 Kalium phosphoricum fördert den Sympathikus, was sich auf den Organismus anregend auswirkt. Fäulnis- und Ermüdungsgifte werden abgebaut und ausgeschieden, und es wirkt antiseptisch. Bildet Lezithin.

Bei Mangel: Herzrhythmusstörungen, niedriger Blutdruck, Müdigkeit, Gedächtnisschwäche, Muskelschwund, Lähmungen, hohes Fieber, Antriebsmangel, Depressionen, Weinerlichkeit, Ängstlichkeit.

Nr. 6 Kalium sulfuricum bildet Oberhautzellen, reguliert den Zellstoffwechsel und fördert die Tätigkeit von Leber, Bauchspeicheldrüse, Darm und Nieren. Ist wichtig, zur Übertragung des Sauerstoffs vom Blut in die Zellen.

Bei Mangel: Hauterkrankungen (Hautjucken, Ekzeme, Neurodermitis, Psoriasis), Pollenallergie, Verdauungsstörungen (Übelkeit, Völlegefühl, Blähsucht, Gährungen), Erschöpfungszustände, Schmerzmittel bei Druckschmerz (Katergefühl, Migräne).

Nr. 7 Magnesium phosphoricum steuert das vegetative Nervensystem und hat daher Einfluß auf die Tätigkeit von Herz, Kreislauf, Atmung, Drüsensystem, Verdauungsorgane und den Stoffwechsel, vor allem Leber und Nieren.

Bei Mangel: Herzrhythmusstörungen, Asthma, Störungen des hormonellen Systems (Schilddrüse, Wechseljahrsbeschwerden, Diabetes), innere Unruhe (vor allem motorische Unruhe, Gereiztheit) vegetative Dystonie, Schmerzmittel bei ziehenden, stechenden, schießenden Schmerzen (Angina pectoris, Bauchkrämpfe, Koliken, Migräne).

Nr. 8 Natrium chloratum bildet Schleimstoff, der ganz wichtig zur Bildung aller Zellen ist. Besonders wirkt es auf die Produktion von Schleimhaut, Knorpelgewebe, Gelenkschmiere, den gesamten Wasser- und Säftehaushalt und das Säure-Basen-Gleichgewicht. Weiterhin hat es metallische Gifte zur Ausscheidung zu bringen wie Blei, Cadmium, Quecksilber (Amalgam!).

Bei Mangel: Magengeschwüre, Magenschleimhautentzündung, Arthritis, Arthrose, Gelenkrheumatismus, Bandscheibenschäden, Ödeme, Blutverwässerung, Gedächtnisschwäche, Schmerzmittel bei brennenden Schmerzen (Trigeminusneuralgie, Sodbrennen, Blasenentzündung). Mittel der ersten Hilfe bei Verbrennungen und bei Sonnenbrand.

Nr. 9 Natrium phosphoricum ist ein wichtiger Bestandteil der Gallenflüssigkeit zum Emulgieren der Fette. Es regelt daher vor allem den Fettstoffwechsel, tilgt u.a. auch noch Harnsäure, Milchsäure und Kohlensäure.

Bei Mangel: Fettsucht, Akne, Harnsäureüberschuß, Eiterungen, Weichteilrheumatismus, Verdauungsstörungen (saures Aufstoßen).

Nr. 10 Natrium sulfuricum fördert den rückführenden Stoffwechsel, den abbauenden Wasserhaushalt sowie den Zuckerstoffwechsel. Reguliert die Produktion des Gallenflusses.

Bei Mangel: Erbrechen von Galle, gallige Durchfälle, Ödeme, Diabetes. Mittel der ersten Hilfe bei Erfrierungen.

Nr. 11 Silicea bildet das Grundgerüst für das Bindegewebe, reguliert die Leitfähigkeit der Nerven, baut Blutergüsse und Flüssigkeiten in Hohlräumen sowie Fremdkörper im Gewebe ab (Rheumatische Ablagerungen, Eiter, Splitter).

Bei Mangel: übergroße Licht- und Geräuschempfindlichkeit, Übererregbarkeit, Haarausfall, brüchige Fingernägel, blaue Flecken.

 

© by Friedrich Depke • Im Kirschengarten 8 • 56132 Kemmenau • Germany